Produktrisiken III
VI. Leasingfonds
1. Kapitalausstattungsrisiko
Auf dem Leasingmarkt mindestens 1 Mio. €.
2. Ausfalls-/ Insolvenz-/ Bonitätsrisiko
Zahlungsunfähigkeit des Leasingnehmers: Problem wenn Verwertungserlös des Objekts in der Insolvenz geringer ist als der noch zu amortisierende Restwert.
3. Zinsänderungsrisiko
Während Leasingvertragslaufzeit gegeben.
4. Refinanzierungsrisiko
Feste, laufzeitkongruente Zinssätze, Forfaitierungsquote [= Forderungsverkauf zum abgezinsten Barwert] und deren Kosten sowie Auswirkung auf die Gewinne, Kreditaufnahmen über die Forfaitierung hinaus?
5. Wettbewerbsrisiko
Einordnung nach Geschäftsfeld: Mobilien, Immobilien, Big Ticket, Maschinen, Bürokommunikation/EDV, bankenabhängig oder bankenunabhängig, herstellerabhängig oder herstellerunabhängig.
6. Restwertrisiko
Zutreffende Bewertung/Kalkulation?: Restwertkalkulation: 1,5 % der Anschaffungskosten, Schaffung einer Organisation für die Wiederverwertung, Teilamortisation, Vollamortisation.
7. Investitionsrisiko
Untergang, Beschädigung, Brand des Leasingobjekts und entsprechende Versicherungen, Wartungsverträge.
8. Konjunkturrisiken
9. Risiko der Gesetzesänderung
Insbesondere Steuerrechtsänderungen sind hier beachtlich.
VII. Medienfonds
1. Steuerliches Anerkennungsrisiko
Mangelnde Herstellereigenschaft des Fonds, d. h. an der zur wenigen Einfluss auf Auswahl und Ausgestaltung der Filme kann Verlustzuweisung scheitern lassen, ausreichender Einfluss auf Drehbuch, Finanzierung, Besetzung etc. = Beachtung des Medienerlasses des Finanzministeriums; produziert der Film nur Verluste kann es steuerlich betrachtet an der Gewinnerzielungsabsicht fehlen, d.h. die Verluste sind dann wegen sog. Liebhaberei steuerlich unbeachtlich.
2. Kostenstrukturrisiko
Rangfolge der Erlösverteilung, Kinogewinne allein reichen oft nicht aus, rechnet sich erst mit DVD-Erlösen, dafür nochmals Werbungskosten.
3. Währungsrisiko
Die meisten Filme werden auf Dollar-Basis finanziert; ein Verfall des Dollarkurses während der Laufzeit des Fonds kann zu Verlusten führen.
4. Publikumsakzeptanzrisiko
Kinoeinspielergebnis hängt von der Akzeptanz des Films beim Publikum ab, die Anzahl der Flops unter den produzierten Filmen ist selbst mit besten Besetzungen sehr hoch.
5. Vermarktungsrisiken
Trifft das Management die richtige Auswahl des Filmprojekts, angemessene Vertragskosten, Vermarktungsrisiken über mehrere Stufen: 1. Kino, 2. DVD, 3. Fernsehen, 4. Musik und damit über mehrere Jahre, insbesondere wenn der Kassenerfolg im Kino begrenzt war.
VIII. BIO-Energie
1. Rohstoffrisiko
Je nach Produktionsart - Wärme, Strom, Kraftstoffe etc. – müssen entsprechende Rohstoffe – z.B. Rapsöl, Weizen, Mais etc. – eingekauft werden. Mit möglichen Lieferanten sollten daher langfristige Lieferverträge abgeschossen werden um vor Preisschwankungen auf dem freien Markt sicher zu sein.
2. Genehmigungsrisiken
Betriebsgenehmigung, Netzanschluss müssen hier beachtet werden.
3. Investitionskostenrisiko
Branchenübliche Kosten liegen bei 2.500 bis 4.500 €uro pro Kilowatt, bei übersteigenden Kosten sollte die Höhe der versprochenen Rendite grundsätzlich genauer geprüft werden.
4. Ethikrisiko
Wer gutes Geld in eine Sache investieren will muss hier hinter die Fassaden schauen: verstärkter Einsatz landwirtschaftlicher Chemikalien, Gentechnik und Monokulturen sowie lange Transportwege für Rohstoffe und die Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion sind Probleme die derzeit nur diskutiert werden und noch nicht gelöst sind.
5. Förder- und Regelungsrisiken
In der Rohstoffproduktion fehlt es noch an international verbindlichen Regeln. In Deutschland garantiert das Erneuerbare Energien Gesetz – EEG – konkrete Vergütungssätze für 20 Jahre und macht entsprechende Anlagen damit grundsätzlich kalkulierbar. Dennoch: Ohne diese Förderung wäre dieser Markt gegenüber der herkömmlichen Energiewirtschaft noch nicht konkurrenzfähig.
6. Kalkulationsrisiken
Der relativ junge Markt mit zeitlich begrenzten Erfahrungswerten birgt bei Kalkulationen über 20 Jahre entsprechende Risiken für eine zutreffende Kalkulation der Kosten für Technik, Betrieb und Wartung sowie die Rohstoffzufuhr.
IX. Banken und Finanzierungen
1. Zinsänderungsrisiko
Risiken von Tilgungsaussetzung und Tilgungsersatzmitteln beachten (Lebensversicherung, Bausparverträge, Fonds).
2. Riskante Finanzierungskombinationen
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Laufzeitrisiken
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Nachbesicherungsrisiko
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Risiken aus Kreditsicherheiten
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Vollstreckungsrisiken
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Forderungsverkauf
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Disagio
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Institutionalisiertes Zusammenwirken (mit Verkäufer, Vertrieb, Initiatoren)
Börsennachrichten
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Test: Viele Banken beraten Immobilienkäufer schlecht
Immobilienkäufer können sich laut Stiftung Warentest auf ihre Bankberater in vielen Fällen nicht verlassen. Die Beratung und die Kreditangebote waren nur bei 2 von 21 untersuchten Banken und Kreditvermittlern gut.
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Amazon-Mitarbeiter wieder im Streik
Im Streit um einen Tarifvertrag für die Beschäftigten beim weltgrößten Online-Versandhändler Amazon will die Gewerkschaft Verdi den Streik ausweiten. Ziel sei es, den Protest an weitere Standorte des US-Unternehmens in Deutschland zu tragen.

